Wie Okuma das Schleifen langer Werkstücke revolutioniert

Hatten Sie schon mal Probleme beim Schleifen des Innendurchmessers eines langen Werkstücks? Echte Herausforderungen sind vor allem Werkstücke, die tiefe Bohrungen mit engen Durchmessern besitzen (hohes Längen-Durchmesser-Verhältnis). Teile mit diesen Eigenschaften werden in den unterschiedlichsten Industriezweigen benötigt. Dazu zählen etwa Hydraulik- und Pneumatikelemente oder Werkstücke in der Automobilindustrie wie Einspritzdüsen. Geht beim Schleifen etwas schief, ist dies besonders ärgerlich, wenn das Werkstück fast fertig ist und der Schleifdurchgang in letzter Sekunde alles ruiniert. Okuma hat für alle Anwender an der Innenrundschleifmaschine die Lösung: Mithilfe einer überlagernden Oszillation wird das Schleifen viel einfacher.

Was macht lange Durchmesser zur Herausforderung?

Das größte Problem beim Innenrundschleifen von Werkstücken mit hohem Längen-Durchmesser-Verhältnis ist, dass sich der Schleifdorn durchbiegt. Im schlimmsten Fall führt das zu einem konisch geformten Werkstück statt zu der gewünschten zylindrischen Form. Ein gebogener Schleifdorn führt außerdem zu einer schlechten Oberflächenqualität. Das ist besonders kontraproduktiv, weil Schleifen gerade dann zum Einsatz kommt, wenn eine außergewöhnlich hohe Oberflächenqualität benötigt wird.

Die Lösung: überlagernde Oszillation!

Okuma hat sich dieses Problems angenommen und eine innovative Lösung entwickelt. Für beste Ergebnisse beim Schleifen bieten Okuma CNC-Schleifmaschinen eine überlagernde Oszillation der Z-Achse. Mit bis zu 400 Bewegungen in der Minute ermöglichen sie Schleifprozesse mit niedrigerem Anpressdruck, sodass geringere Biegekräfte auf den Schleifdorn wirken. Eine höhere Zerspanungsleistung, kürzere Taktzeiten und eine im Vergleich zu konventionellem Längsschleifen erheblich verbesserte Oberflächenqualität sind das Ergebnis. Die Technologie ist auf allen Okuma Schleifmaschinen verfügbar. Sie können die Funktion einfach über die Okuma Steuerung aktivieren. Dabei haben Sie die Wahl zwischen oszillierendem Schleifen und Längsschleifen.

Innovative Führungsbahnen machen es möglich

Ermöglicht wird diese produktive Technologie erst durch das innovative Design der Führungsbahnen von Okuma. Mit ihrer hydrostatischen Lagerung arbeiten die 5-seitigen Führungsbahnen reibungsfrei und ermöglichen höchste Nachlaufgenauigkeit. Sie haben außerdem vibrationsdämpfende Eigenschaften aufgrund der weiten Abstände zwischen den Führungsbahnen, sodass sich die Fertigungsqualität noch weiter erhöht. Die geschlossene Struktur der Führungsbahnen stellt sicher, dass es an Ober- und Unterseite kein Spiel gibt, was zur Fertigungsqualität beiträgt und die Lebensdauer der Maschine erhöht.

Verwandte Artikel:

https://www.zerspanungstechnik.de/2019/04/18/kombinierte-praezision-und-produktivitaet/

https://www.okuma.com/blog-grinding-chatter-fixes

Zurück nach oben